Artikel zum Begriff ‘ Prüfungsamt ’

28. BVerwGE 106,3690= BVerwG, NJW 99,1045= NVwZ 99,188=VerwRRBy 99,37

Prüfungsrecht ,Prüfungssäumnis und unverzügliche Mitteilungspflicht. Leitsätze: “Wenn eine verzögerte Mitteilung eines wichtigen Grundes für die Versäumung einer Prüfung offensichtlich nicht zu einer Beeinträchtigung der Chancengleichheit zu Lasten Dritter führen kann, sind an die Beurteilung der Unverzüglichkeit der Mitteilung angesichts des Grundrechts auf freie Berufwahl (Art. 12 I GG) insbesondere dann keine zu hohen Anforderungen zu [...]



01. Prüfungsordnung studieren, Prüfungsfristen beachten

Jeder Prüfling muß sich die für sein Fach geltende Prüfungsordnung baldigst besorgen, genau durchlesen und alle darin enthaltenen Prüfungsfristen, wie Prüfungszulassungs- und Prüfungsanmeldefristen, Prüfungsablegungsfristen, Prüfungswiederholungsfristen, Prüfungs-Zweitwiederholungs-Antragsfristen, Einwendungsfristen, Rechtsmittelfristen, u.s.w. genau merken und notieren. Viele Prüflinge scheitern, weil sie ihre Prüfungsordnung nicht rechtzeitig und nicht genau kennen. Das Prüfungsamt oder Prüfungsbehörde oder das Ministerium muß jede [...]



05. Unfaire Prüfungsbedingungen sofort rügen

Unfaire Prüfungsbedingungen, z.B. Lärm, Kälte im Prüfungsraum, Rauchen oder ungebührliches Benehmen und befangenes Verhalten des Prüfers müssen sofort gerügt werden. Bei Meisterprüfungen oder Dolmetscherprüfungen oder sonstigen Prüfungen in freien Berufen oder auch an der Uni kann -bei Habilitationen zuweilen der größte Konkurrent oder fachliche Gegner des Prüflings dessen Prüfer sein. Derartige Tatsachen oder Vorkommnisse müssen, [...]



06. Befangene Prüfer sofort nach Kenntnisnahme ablehnen

Befangene Prüfer, die unsachliche Äußerungen machen. Hier einige Beispiele des Bundesverwaltungsgerichts und aus der Praxis: „Sie reden ja wie Jürgen von Manger” (hier sollte der westfälische Dialekt des Prüflings karikiert werden) Oder: „Hier werden keine Noten verschenkt, sind Sie sich dessen bewußt? Wenn Sie mir noch mal 11, 12 Punkte liefern, sind Sie gnadenlos weg. [...]



07. Sofortige Rüge von Prüfungsverfahrensfehlern

Alle Prüfungsverfahrensfehler, d. h. wegen Verhältnissen, die die prüfungsrechtliche Chancengleichheit beeinträchtigen, (z. B. zu kurze Prüfungszeit, Übergehen eines Prüflings durch Prüfer, unzumutbare Arbeitsbedingungen, fehlendes Material, müssen unverzüglich (= ohne schuldhaftes Zögern) und dem Prüfungsamt und später dem Gericht nachweisbar, also am besten zu Protokoll der Prüfungsbehörde oder der Prüfungsaufsicht oder schriftlich, zur Sicherheit per Einschreiben [...]



1. Tätigkeitsfelder

Die Kanzlei ist seit über 30 Jahren bundesweit tätig, vorwiegend beratend und prozessual im allgemeinen und besonderen Verwaltungsrecht, im Verfassungsrecht, im Hochschul- und Numerus-Clausus-Recht und in den Grenzgebieten zwischen Verwaltungsrecht und Zivilrecht, z.B. im Prüfungsrecht (zivilrechtliche Schadensersatzverfahren wegen fehlerhafter Prüfungsentscheidungen gegen Prüfungsbehörden) und bei Amtshaftungsverfahren (z. B. im Arzthaftungsrecht in Prozessen gegen staatliche und kommunale Kliniken) und im Berufsrecht (Approbationsrecht) und Wehrrecht.