Prüfungstips

10 wichtige Rechtstips für Prüflinge



01. Prüfungsordnung studieren, Prüfungsfristen beachten


Jeder Prüfling muß sich die für sein Fach geltende Prüfungsordnung baldigst besorgen, genau durchlesen und alle darin enthaltenen Prüfungsfristen, wie Prüfungszulassungs- und Prüfungsanmeldefristen, Prüfungsablegungsfristen, Prüfungswiederholungsfristen, Prüfungs-Zweitwiederholungs-Antragsfristen, Einwendungsfristen, Rechtsmittelfristen, u.s.w. genau merken und notieren. Viele Prüflinge scheitern, weil sie ihre Prüfungsordnung nicht rechtzeitig und nicht genau kennen. Das Prüfungsamt oder Prüfungsbehörde oder das Ministerium muß jede [...]


02. Fachkundige Zuhörer bei mündlichen Prüfungen zugelassen

Zu jeder wichtigenThis is protected content. User Name: Password: Content Protected by SmartLogix Zu jeder wichtigen mündlichen Berufszugangsprüfung darf wegen der gebotenen Öffentlichkeit des Prüfungsverfahrens ein fachkundiger und dem Prüfling vertrauter Zuhörer mitgenommen werden, der später im Prozeß evtl. als Zeuge für den Prüfling auftreten kann, wenn dieser offensichtlich ungerecht und fehlerhaft benotet wurde.



03. Unverzügliche schriftliche Prüfungsrücktrittserklärung im Verhinderungs- oder Krankheitsfall

Bei jedem Anzeichen von Krankheit, sofort vor der Prüfung einen Arzt aufsuchen und den Prüfungsrücktritt förmlich, d.h. schriftlich dem Prüfungsamt gegenüber unverzüglich erklären, denn sonst geht der Prüfling das Risiko ein, daß sein Rücktritt als verspätet und unzulässig abgelehnt wird. Ärztliches Attest beifügen oder nachreichen. Oft ist ein vertrauensärztliches oder amtsärztliches Attest vorgeschrieben. Zusätzlich zum [...]



04. Rücktritt während der Prüfung, nachträglicher Prüfungsrücktritt

Wird es einem Prüfling während der Prüfung schlecht und er fühlt sich nicht mehr prüfungsfähig, so soll er möglichst sofort zurücktreten, er muß allerdings nicht während der Prüfung zurücktreten, sondern kann dies nach der Prüfung tun. Man muß dies aber unverzüglich noch am gleichen oder bei besonderen Umständen spätestens am nächsten Tag tun und zwar [...]



05. Unfaire Prüfungsbedingungen sofort rügen

Unfaire Prüfungsbedingungen, z.B. Lärm, Kälte im Prüfungsraum, Rauchen oder ungebührliches Benehmen und befangenes Verhalten des Prüfers müssen sofort gerügt werden. Bei Meisterprüfungen oder Dolmetscherprüfungen oder sonstigen Prüfungen in freien Berufen oder auch an der Uni kann -bei Habilitationen zuweilen der größte Konkurrent oder fachliche Gegner des Prüflings dessen Prüfer sein. Derartige Tatsachen oder Vorkommnisse müssen, [...]



06. Befangene Prüfer sofort nach Kenntnisnahme ablehnen

Befangene Prüfer, die unsachliche Äußerungen machen. Hier einige Beispiele des Bundesverwaltungsgerichts und aus der Praxis: „Sie reden ja wie Jürgen von Manger” (hier sollte der westfälische Dialekt des Prüflings karikiert werden) Oder: „Hier werden keine Noten verschenkt, sind Sie sich dessen bewußt? Wenn Sie mir noch mal 11, 12 Punkte liefern, sind Sie gnadenlos weg. [...]



07. Sofortige Rüge von Prüfungsverfahrensfehlern

Alle Prüfungsverfahrensfehler, d. h. wegen Verhältnissen, die die prüfungsrechtliche Chancengleichheit beeinträchtigen, (z. B. zu kurze Prüfungszeit, Übergehen eines Prüflings durch Prüfer, unzumutbare Arbeitsbedingungen, fehlendes Material, müssen unverzüglich (= ohne schuldhaftes Zögern) und dem Prüfungsamt und später dem Gericht nachweisbar, also am besten zu Protokoll der Prüfungsbehörde oder der Prüfungsaufsicht oder schriftlich, zur Sicherheit per Einschreiben [...]



08. Begründung der mündlichen Prüfungsentscheidung fordern

Ist einem Prüfling nach einer mündlichen Prüfung mitgeteilt worden, er habe nicht bestanden, hat er das Recht sofort eine schriftliche Begründung für die Nichtbestehensentscheidung zu fordern. Er muß dies unverzüglich tun. Erhält er dann die Begründung, kann er seinerseits in aller Ruhe seine fachlichen Einwendungen schriftlich substantiiert und spezifiziert erheben. Dies muß baldigst geschehen, unter [...]



09. Begründungspflicht der schriftlichen Prüfungsentscheidung, Erhebung fachlicher Einwendungen, Rüge von Bewertungsfehlern

Auch die Begründungspflicht der schriftlichen Prüfungsentscheidung durch den Prüfer besteht wie bei der mündlichen Prüfung auf unverzügliche schriftliche Anforderung durch den Prüfling. Der Prüfling hat das Recht auf Akteneinsicht um seine Arbeit zu überprüfen. Jeder Prüfling hat das Recht, spezifizierte und begründete fachliche Einwendungen gegen die Aufgabenstellung, die Korrektur und die Bewertung zu erheben. Er [...]



10. Achtung: Rechtsmittelfristen, Einwendungsfristen und Ausschlußfristen sowie Prüfungswiederholungsfristen beachten

Ist ein Prüfling durchgefallen, wiederholt oder gar endgültig gescheitert und will noch einmal zu einer zweiten Wiederholungsprüfung zugelassen werden oder will er nachträglich von der Prüfung zurücktreten, soll er sofort die Antragsfrist zur Beantragung oder Ablegung der Wiederholungsprüfung nach der Prüfungsordnung, die Rechtsmittelfrist (Widerspruchsfrist oder Klagefrist, meist 1 Monat ab Zustellung oder Bekantgabe ) und [...]